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STUDIE: Ja, Frauen können die Abtreibungspille mit lebensrettender Behandlung stoppen

Sobald eine Frau den Weg einer chemischen Abtreibung mit Abtreibungspille eingeschlagen hat, ist es zu spät für sie, ihre Meinung zu ändern, richtig?
Falsch, sagt eine Studie, die am Mittwoch in der medizinischen Fachzeitschrift „Issues in Law and Medicine“ veröffentlicht wurde
http://issuesinlawandmedicine.com/…/Effects-of-Mifepristone… )

Unter der Leitung von George Delgado, einem Arzt und Pionier zu dem medizinischen Eingriff ‚Abtreibungspille-Umkehrbehandlung‘, untersuchte die Studie 754 Frauen, die alle ihre laufende chemische Abtreibung stoppen wollten – auch bekannt als RU-486, euphemistisch als „medikamentöse Abtreibung“ oder die „Abtreibungspille“.

Delgados Forschung ist eine gute Nachricht für Verfechter des Lebens und für die Frauen, denen sie mit einem lebensbejahender Auftrag dienen wollen. Bis zu 68 Prozent der Frauen, die ihre Meinung über die begonnene Abtreibung änderten und mit der Abtreibungspillen-Umkehrbehandlung begannen, konnten ein vollkommen gesundes Baby zur Welt bringen.

„Frauen, die ihre Meinung ändern, nachdem sie eine medizinische Abtreibung begonnen haben, haben jetzt eine zweite Chance zur Wahl“, sagte Delgado, ein Arzt und klinischer Professor an der Uni-Klinik San Diego.

Diese neue Anwendung einer FDA-zugelassenen Progesteronbehandlung, die seit den 1950er Jahren verwendet wird, um Fehlgeburten zu stoppen, haben sowohl Delgado als auch ein anderer Arzt – Matthew Harrison in North Carolina – bei der Entwicklung der Behandlung, des Ärztenetzwerks und der nationalen Hotline eine wichtige Rolle gespielt, die seit 2007 über 400 Frauen geholfen haben, ihre Babys vor der Abtreibung zu bewahren.

Die neue Studie ist die erste öffentlich verfügbare Dokumentation seit 2012, als Delgado und seine Kollegin Mary Davenport einen Artikel über die Fortschritte von sieben Frauen in Annals of Pharmacotherapy veröffentlichten. Schon mit dieser begrenzten Stichprobengröße zeigten Delgado und Davenport eine Erfolgsquote von 66 Prozent, wenn die Behandlung innerhalb von 72 Stunden bei einer Frau angewendet wurde, die Mifepriston einnahm – die erste von zwei Pillen bei der Abtreibungspillen-‚Therapie‘.

Delgado, Davenport und fünf weitere Wissenschaftler stellten in der neuen Studie fest, dass seither damit 261 Babys gerettet wurden, und zwar mit einer 68-prozentigen Rettungsrate, wenn eine Frau innerhalb von 72 Stunden nach Einnahme der ersten Abtreibungspille vom Arzt verordnetes Progesteron einnimmt.. Bemerkenswerterweise fand die Studie auch kein erhöhtes Risiko für Geburtsfehler oder Frühgeburten.

Während die Studie für Befürworter des Lebens eine willkommene Neuigkeit ist, wird sie für zukünftige Mütter, die nach Einnahme der Abtreibungspille ihre Meinung ändern, lebensrettend sein.

So war das bei einer Studentin aus Florida namens Katrina, deren Freund drohte, sich umzubringen, wenn sie ihr Kind nicht Anfang 2017 abtreiben würde. Obwohl sie die erste Abtreibungspille einnahm, erhielt sie 24 Stunden später eine Notfalldosis Progesteron, um ihre Abtreibung zu stoppen und das Leben ihres Kindes zu retten.
Jetzt hat ihr kleiner Junge Gabriel bald seinen ersten Geburtstag. Er ist einer von weit über 400 Kindern, deren Mütter sich entschieden haben, ihre Babys trotz Abtreibungspille zu retten.

Dennoch greifen Abtreibungsaktivisten das als ‚verdächtig‘ an.
Im Gespräch mit der Washington Post am Mittwoch räumte Professor Daniel Grossman von Uni-Klinik San Francisco ein, dass die Abtreibungspillen-Umkehrbehandlung „biologisch Sinn macht“. Aber er wiederholte seine Forderung nach einer klinischen Studie, in der man einigen Frauen, die ihre Abtreibung stoppen wollten, stattdessen ein Placebo gibt, trotz der offensichtlichen ethischen Implikationen eines solchen Schrittes.

Die Berichterstattung in der Washington Post – schon in der Überschrift wird die Abtreibungspillen-Umkehrbehandlung als „kontrovers“ bezeichnet – übergeht komplett Geschichten wie die von Katrina, welche die Aufmerksamkeit darauf lenken würden, welche Auswirkungen die Abtreibungspillen-Umkehr in der realen Welt schon gehabt hatte.

Delgados neu erschienene Studie versetzt jedenfalls den Abtreibungs-Enthusiasten einen schweren Schlag, die seit langem behaupten, die Abtreibungspillen-Umkehrung sei „unbewiesen“, „Pseudo-Wissenschaft“ oder sogar „kontrovers“.

Während die Bemühungen, Mediziner daran zu hindern, etwas über Abtreibungspillen-Umkehr zu erfahren, jetzt ins Stocken geraten sind, ist der Widerstand gegen die lebensrettende Intervention noch immer am laufen, ebenso wie der Kampf von Pro-Life-Gruppen, Mediziner auf diese Behandlung aufmerksam zu machen.

Wenn ein neues Kapitel im Kampf ums Leben beginnt, werden Pro-Life-Befürworter dank Delgado und Davenports neuem Bericht viel mehr Informationen zur Verfügung haben.

Jay Hobbs schreibt für Pregnancy Help News, wo der Artikel ursprünglich erschien. Übersetzung von Dieter Egert

 

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