Abtreibungs-Methoden (inaktiv)

Abtreibungs-Methoden

Allzu oft werden ungeborene Kinder von Beratungsstellen als ‚Schwangerschaftsgewebe‘ oder mit fremdklingenden lateinischen Begriffen bezeichnet, und der Schwangerschaftsabbruch bagatellisiert.

Deshalb möchten wir mit medizinischen Fakten über den Ablauf und die Wirkung einer Abtreibung informieren. Die Inhalte wurden zwar genau recherchiert, doch sie ersetzen keine ärztliche Beratung.

Weitere Infos:

Das ist Abtreibung

Medikamentöse Abtreibung

Die Wirkung von Mifegyne beruht auf einer Blockierung des für die Schwangerschaft notwendigen Hormons Progesteron. Dabei werden diese Mechanismen in Gang gesetzt:
  • die Gebärmutterschleimhaut bildet sich innerhalb von 2-3 Tagen zurück und die Plazenta löst sich ab, wobei das Kind langsam erstickt oder verdurstet,
  • der Gebärmutterausgang wird geöffnet, die Gebärmutter zieht sich zusammen und das tote Kind wird ausgestoßen.
Mit steigender Schwangerschaftsdauer treten immer häufiger tagelang lang anhaltende, starke Blutungen und Krämpfe auf. Durch die Mitwirkung der Frau und das tagelange Warten erlebt sie den Tod des Kindes sehr bewusst mit, was auf viele Frauen sehr belastend wirkt. Bei mehr als 5% der Schwangerschaften ist Mifegyne unwirksam, und die Abtreibung muss mit anderen Methoden beendet werden. Da außerdem das Risiko hoch ist, dass Reste des Kindes in der Gebärmutter verbleiben, muss die Frau anschließend unbedingt ärztlich mit Ultraschall untersucht und ggf. nachbehandelt werden (Ausschabung).Bei Abtreibungen ab der 10. Woche wird Mifegyne in Kombination mit anderen wehenauslösenden Medikamenten verwendet, oder gefolgt von einer chirurgischen Abtreibung (wenn die Frau eine Vollnarkose möchte). Daher wird dies nicht mehr unter 'Mifegyne' in der amtlichen Statistik aufgeführt.Obwohl die Abtreibungspille Mifegyne nur für die das erste Trimester zugelassen ist, wird sie dennoch bis zur Geburt verwendet. Diese sogenannte ‚Off-Label‘-Anwendung - über die Herstellerempfehlung hinaus - ist unter Verantwortung des Arztes zulässig. Dies wird z.B. von 'Pro Familia' empfohlen, weil dadurch für die Mutter die künstlich ausgelösten Wehen weniger schmerzhaft sind. Doch diese Kinder erleben das Ersticken und Verdursten als einen quälend langsamen Prozess.Falls sich die Mutter nach der Einnahme von Mifegyne und vor der Einnahme der 2. Pille noch anders entscheidet, kann der Schwangerschaftsabbruch manchmal noch verhindert werden, indem die Frau eine entsprechende Menge des Hormons Progesteron erhält (erstmals hier berichtet, allgemein unter AbortionPillReversal.com).

Amtliche Statistik (D)

Bis zur 12. Woche werden 17% aller Abtreibungen medikamentös, d.h. mit Abtreibungspille durchgeführt. Ab dem 2. Trimester werden praktisch alle Spätabtreibungen (ca 2500 pro Jahr) medikamentös durchgeführt, wobei nicht statistisch erfasst ist, ob neben den Wehenmitteln auch Mifegyne verabreicht wurde.

Chirurgische Abtreibung: Absaugung

In die Gebärmutter wird ein Rohr eingeführt, welches mit einer starken Saugpumpe verbunden ist. Dabei wird das Kind an der Kante des eingeführten Rohrendes zerrissen und abgesaugt. Gliedmaßen und die anderen Teile des kindlichen Körpers werden nacheinander 'amputiert', bis am Ende nur noch der Kopf übrig bleibt, der oftmals schon zu groß ist, um abgesaugt zu werden. In diesem Fall wird eine 'Geburtszange' eingeführt, die den nun frei schwimmenden Kopf des Kindes umfasst und ihn zerdrückt, so auch das Gehirn und die Schädelknochen abgesaugt werden können.

Amtliche Statistik (D)

Die Absaugung (Vakuumaspiration) kann maximal bis zur 12. Woche durchgeführt werden. In Deutschland bei 70% aller Abtreibungen (68000 pro Jahr).Die Berührungs- und Schmerzempfindlichkeit des Kindes bildet sich ab der 8. Woche bis zur 20. Woche aus. Beispielsweise kann man ab der 10. Woche im Ultraschall sehen, wie das Kind an seinem Daumen saugt. Dies ist kein Reflex, sondern eine gezielte und lustvolle Handlung des Kindes, die seine Empfindsamkeit aufzeigt. In diesem Alter kann das Kind schon Fruchtwasser schlucken, urinieren, greifen, hören, stauchen und saugen.

Chirurgische Abtreibung: Ausschabung (Curettage, Abrasio)

Der Schwangeren wird eine Kürette in die Gebärmutter eingeführt, ein Instrument mit einem ringförmigen Ende, wobei die Innenkante des Ringes scharfkantig ist. Damit wird das Kind in der Gebärmutter in kleinere Stücke gerissen oder geschnitten und entnommen. Anschließend wird die Innenseite der Gebärmutter mit der scharfen Klinge ausgeschabt. Um Entzündungen zu vermeiden muss das medizinische Personal überprüfen, ob alle Gliedmaßen, Torso und Kopf des Kindes vorliegen.Eine Abtreibung durch Ausschabung mit Kürette kann ca. bis zur 13. SSW erfolgen. Danach wird die chirurgische Abtreibung mit anderen Instrumenten ausgeführt. Eine Ausschabung wird allerdings auch bei anderen gynäkologischen Befunden angewendet, bei denen es nicht um einen Schwangerschaftsabbruch geht.

Amtliche Statistik (D)

Laut amtlicher Statistik erfolgen etwa 10% der Abtreibungen durch Ausschabung.

Chirurgische Spätabtreibung

Chirurgische Spätabtreibungen werden meist durchgeführt als Nachbehandlung einer misslungenen medikamentösen Abtreibung (wenn Mifegyne nicht wirkte), oder bei einer Vollnarkose der Mutter, weil Wehen unter Narkose nicht eingeleitet werden können. Eine Narkose des Kindes ist nicht vorgeschrieben und wird auch nicht durchgeführt. Mit einer entsprechenden Greifzange werden zuerst die Gliedmaßen des Kindes abgerissen, dann Torso und Kopf zerquetscht und aus der Gebärmutter entnommen. Die Körperteile werden auf einem Tisch wieder zusammengesetzt, um sicherzustellen, dass alles komplett ist.Zuerst wird der Muttermund schrittweise mit entsprechenden Werkzeugen gedehnt. Dann werden Beine, Arme und Unterleib des Kindes mit einer Zange zerquetscht und abgerissen. Zuletzt wird der Kopf zerdrückt und entnommen. Eine anschließende Ausschabung stellt sicher, dass keine Gewebereste im Uterus bleiben, denn dies könnte Entzündungen hervorrufen. Weitere Risiken für die Mutter sind innere Verletzungen durch die eingeführten Werkzeuge, mit daraus folgenden Blutungen und Entzündungen.

Amtliche Statistik (D)

In der offiziellen Statistik des Deutschen Bundesamtes für Statistik werden diese Abtreibungen nicht getrennt angegeben. Jedoch wird unter den Vorbemerkungen der Jahresstatistik (C Erläuterungen zu den Erhebungsmerkmalen) darauf hingewiesen, dass 'der medikamentöse Abbruch in der Regel zusätzliche operative Maßnahmen erfordert'. Das sind mindestens 1000 Spätabtreibungen pro Jahr, aufgeführt unter  'medikamentöser Abbruch' nach der 13. SSW, bei Vollnarkose der Mutter.

Abtreibung durch Gift-Injektion ('Fetozid')

Bei manchen Spätabtreibungen wird vor der Einleitung der Wehen das Kind durch eine Giftspritze (meistens Kaliumchlorid) direkt ins Herz getötet, was einen künstlich ausgelösten Herzinfarkt bewirkt. Bei Mehrlingsschwangerschaften nach künstlicher Befruchtung wird so eines oder mehrere der Kinder getötet, ohne jedoch die Schwangerschaft abzubrechen. Das Kind wird entweder vom mütterlichen Körper abgebaut oder es wird später als Totgeburt mit den anderen (lebenden) Geschwistern geboren.

Amtliche Statistik (D)

Laut amtlicher Statistik betrifft das etwa 500 Kinder pro Jahr.

Gesetzeslage in Deutschland

Bis zur Einnistung in die Gebärmutter (Nidation) in der 1.-2. Woche dürfen zwar Emryonen nicht im Labor vernichtet werden, doch frühabtreibende Mittel welche genau diese Einnistung verhindern sind nicht verboten.

Ab der Nidation bis zur 12. Woche nach der Empfängnis ist ein Schwangerschaftsabbruch zwar rechtswidrig, aber straffrei, wenn die Schwangere mindestens 3 Tage vorher eine Beratungsstelle aufsuchte, um einen Beratungsschein abzuholen. Eine Beratung muss nicht wirklich stattgefunden haben, die Frau ist auch nicht zur Mitwirkung verpflichtet. Es handelt sich somit wohl eher um eine ‚Schein-Beratung‘.

In Deutschland ist die Abtreibung bis zur Geburt legal, wenn der Arzt meint, dass eine schwere Gesundheitsgefährdung der Mutter (seelisch oder körperlich) vorliege, zu deren Abwendung nichts anderes zumutbar, sei als eine Abtreibung.
Eine Adoptionsfreigabe, Babyklappe oder Vertrauliche Geburt sei nicht zumutbar, mögliche psychische Erkrankungen aufgrund der Abtreibung werden ausgeschlossen. Pro Jahr gibt es in Deutschland etwa 2700 Spätabtreibungen nach der 12. Woche, Tendenz steigend.

Bis zur Geburt ist dann die Abtreibung ohne Betäubung des Kindes legal, eine Narkose bekommt bestenfalls die Mutter.

Dieter Egert
Schwangerschaftsabbrüche 2014 mit Anästhesieart (Auswertung des Bundesamtes für Statistik auf Anfrage von Dieter Egert)

Unterschied zwischen Abtreibung und Schwangerschaftsabbruch

Abtreibung wird auch als Schwangerschaftsabbruch bezeichnet, ist aber etwas anderes:

Schwangerschaft ist die Symbiose zwischen Mutter und Kind.
Eine Schwangerschaft endet normalerweise bei der Geburt. Ein frisch gezeugter Mensch kann ohne weiteres bis zu 12 Tage lang außerhalb des Mutterleibes leben (z.B. vor einer künstlichen Befruchtung). Erst nachdem er sich in der Gebärmutter einnistete (Nidation), entsteht die Schwangerschaft.

Bei jeder künstlichen Einleitung der Geburt oder bei einem Kaiserschnitt wird die Schwangerschaft abgebrochen, ohne das Kind zu töten. Da in der Regel medizinisch notwenig, ist dies nicht nach §218a StGB strafbar.

Man kann ein Kind auch vorgeburtlich töten, d.h. eine Abtreibung vornehmen, ohne die Schwangerschaft abzubrechen. Dies geschieht beispielsweise durch Injektion einer Giftspritze in das Herz des ungeborenen Kindes (durch die Bauchdecke der Mutter), insbesondere als Fetozid eines Kindes bei Mehrlings-Schwangerschaften.


Wenn Sie selbst an einer Abtreibung beteiligt waren empfehlen wir Ihnen folgende Seiten:

Risiken der Abtreibung
Hilfe für Frauen und Männer nach Abtreibung
Mir-tut-es-leid.info (externer Link)

Weiterführende Infos:
Verarbeitung einer Abtreibung
Pränatales Schmerzempfinden
Embryonenoffensive.de (externer Link)

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