(c) Dieter Egert

Abtreibungszahlen nur wenig rückläufig

In den Berichten des Bundesamt für Statistik wurden in Deutschland sinkende Abtreibungszahlen festgestellt. Im Jahre 2014 waren 3% weniger Abtreibungen zu verzeichnen als im Jahr zuvor. Betrachtet man allerdings den prozentualen Anteil der Abtreibungen gemessen an der Summe aller Schwangerschaften im selben Zeitraum, so wird erkennbar, dass lediglich das Niveau der 90er Jahre wieder erreicht wurde, wo ebenfalls ’nur‘ etwa 13% aller Schwangerschaften mit einer Abtreibung beendet wurden. Allerdings ist dabei die Dunkelziffer nicht erfasster Abtreibungen ebenso wenig berücksichtigt ist, wie Frühabtreibungen durch Kupferspirale oder die ‚Pille danach‘.

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Fazit: Nach wie vor wird in Deutschland jedes 8. Kind (nach amtlicher Statistik) oder jedes 4. Kind (mit Faktor 2 als geschätzter Dunkelziffer) vor der Geburt getötet. Die Schutzwirkung des Beratungsmodells ist nicht erkennbar, die Reduktion der Abtreibungen ist nur Kosmetik.

Anfang des Jahres 2015 musste Andreas Stapf, wohl Deutschlands bekanntester Abtreiber, seine Anstalt in Stuttgart schließen, weil er es nach dem Auslaufen seines Mietvertrages versäumt hatte, eine Verlängerung zu beantragen. Trotz intensiver Suche konnte er keinen anderen Standort im Raum Stuttgart mehr finden. Ende Juli scheint er dasselbe Problem in seiner zweiten Abtreibungsanstalt in München zu haben, auch dort steht die Schließung bevor.

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