Wem gehört der Bauch einer Schwangeren?

Jeder Mensch hat ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben.
Und jede Frau darf selbst über ihren Bauch bestimmen..

Doch:
Der Recht einer Schwangeren über ihren Bauch endet dort,
wo der Bauch ihres Kindes beginnt.

Bei Abtreibungen geht es um einen Konflikt, der persönlich betroffen macht, und der öffentlich sehr kontrovers diskutiert wird. Das Leben einer Frau steht gegenüber dem Leben eines Kindes, so erscheint es zumindest den Schwangeren in vielen Fällen ungeplanter Schwangerschaften. Sie hat nun zwischen 3 Übeln zu entscheiden:

  • Der Abtreibung,
  • das Kind auszutragen oder
  • das Kind wegzugeben (Adoptionsfreigabe).

Fragend

Viele junge Frauen entscheiden sich im Falle einer ungewollten Schwangerschaft für einen Schwangerschaftsabbruch, in dem Glauben, durch die vollzogene Abtreibung werde alles wieder ‘wie vorher’, und sie wären wieder ‘nichtschwanger’. Dies ist jedoch eine schreckliche Fehlkalkulation. Ob eine schwangere Frau das Kind nun behält, es abtreibt oder zur Adoption freigibt, ändert nichts daran, dass sie niemals mehr dieselbe sein kann. Abtreibung mag als eine Lösung erscheinen, auf den ersten Blick wahrscheinlich sogar als die einfachste. Sie ist jedoch weder eine, die wirklich von einer Frau angestrebt wird, noch wird die Frau durch eine Abtreibung ihr Selbstverständnis behaupten können. (1)

Die Freiheit jedes Menschen ist dort begrenzt,
wo die Freiheit eines anderen Menschen berührt wird.
Manchmal befindet sich diese Grenze im Bauch einer Schwangeren.

Aus der Tatsache, dass sich das ungeborene Kind in der Gebärmutter befindet, kann nicht gefolgert geschlossen werden, dass es sich um einen Bestandteil des mütterlichen Körpers handelt, über den die Frau frei verfügen könne. Schließlich wird man auch nicht zum Eigentümer eines Diamanten, indem man diesen in den Mund nimmt und einfach verschluckt. Juweliere müssten sonst befürchten, dass man sie durch ‘Mundraub’ legal in die Pleite treiben könnte.

Das Kind ist zwar eng mit ihr verbunden, aber es ist kein Teil ihres Körpers, auch wenn es sich darin befindet. Selbst die DNA des Kindes und der Blutkreislauf sind eigenständig und von Anfang an über die Plazenta getrennt von der Mutter. Bereits wenige Tage nach der Empfängnis werden als erste Organe Gehirn und Herz angelegt, welches sehr früh zu schlagen beginnt. Ungefähr ab der 10. Schwangerschaftswoche sind in der Mundregion Berührungs- und Schmerzempfindlichkeit erkennbar (2).
Lesen Sie, wie wir Mensch werden – und was dabei unwesentlich ist.

Die Menschenrechte verbieten Sklaverei und Leibeigenschaft. Darum darf kein Mensch einem Anderen gehören. Dies gilt für alle Menschen, also auch vor der Geburt.
Keine Mutter kann sich auf ein höheres Recht berufen, wenn sie über den Tod ihres Kindes entscheidet.
Ein ‘Recht auf Abtreibung’ wäre ebenso unsinnig und menschenverachtend wie ein ‘Recht auf Sklaverei’ oder ‘Recht auf Folter’.


(1) Paul Swope, Präsident ‘LifeNet Services Inc’, in First Thins 82 (04/1998), S 31-35
(2) Bundesärztekammer ‘Pränatale und perinatale Schmerzempfindung’ in: Deutsches Ärzteblatt 1991; 88(47), A 4157-4169

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