Frauenthemen

Sollte die Schwangere nicht selbst entscheiden?

Durch eine überraschende Schwangerschaft können schwerwiegende Konflikte entstehen. Die weitere Lebensplanung, die wirtschaftliche oder soziale Zukunft der Schwangeren können gefährdet sein. Wenn sie also die primär Betroffene ist, sollte sie doch auch selbst über einen Abbruch entscheiden dürfen. Doch in der Regel gibt mindestens 2 weitere Betroffene ..

Da ist zuerst einmal der Kindesvater. Er ist zumindest zu Unterhaltszahlungen verpflichtet, doch eigentlich sollte er die Verantwortung übernehmen für seine Familie, für Frau und Kind. Nun gibt es aber auch Fälle, in denen er zwar das Kind will, doch die Mutter nicht, weil sie mit ihm keine längerfristige Beziehung haben will, oder aus anderen Gründen. Wie dem auch sei: Er kann weder eine Abtreibung gegen den Willen der Mutter durchsetzen noch verhindern, und er kann auch keine Unterhaltszahlungen verweigern, wenn die Mutter das Kind austrägt. So gesehen hat er wirklich schlechte Karten, und die Mutter hat es in der Hand. Theoretisch.

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Praktisch werden mehr als die Hälfte aller Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt, weil eine andere Person (meist der Vater) das so wollte. Von wegen freie Entscheidung der Frau. Viele dieser Väter drohen damit, die Frau zu verlassen, wenn sie nicht abtreibe, oder setzen die Schwangere anders unter Druck. Das geht von Teilnahmslosigkeit (‘bin ja nicht verantwortlich – mach was du willst’) bis hin zu Nötigung, Gewalt, Abtreibungen zur Vertuschung von Verbrechen (wie Vergewaltigung, Inzest, Kindesmissbrauch oder Zwangsprostitution) und erzwungene Abtreibungen. Die ‘Wahlfreiheit’ wird hier von Dritten aufkosten der Schwangeren und ihres Kindes missbraucht.

Dann ist ein Kind betroffen, um dessen ‘Beseitigung’ es ja geht, dem alle Chancen auf weiteres Lebensglück genommen werden.

Sehen wir es mal so: Praktisch immer können sich Befürchtungen einer Schwangeren frühestens nach der Geburt realisieren – oder auch nicht. Dennoch darf die Mutter eines Kleinkindes ihr Kind nicht töten, unter keinen Umständen. Darüber gibt es einen breiten gesellschaftlichen Konsens:

Man tötet keine Menschen, um soziale Probleme zu lösen.

Weshalb sollte vor der Geburt etwas anderes gelten? Es ist dasselbe Kind. Und Jeder ist gleich wertvoll. Ungeborene Menschen haben dieselbe Menschenwürde wie Geborene, und denselben Wert. Deshalb sollten sie doch aus denselben Gründen geschützt werden wie nach der Geburt, mit den selben Gesetzen und derselben Konsequenz. Auch der kleinste Mensch hat einen Anspruch auf diskriminierungsfreien Schutz seines Lebens. Ungeborene sind die weltweit größte Menschengruppe die unter tödlicher Diskriminierung leiden.

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